Helga Tscheuschner
Helga Tscheuschner

Malkurs

Die Kurse finden 3x jährlich immer mittwochs von 17.30 bis 19.30 (ca. 8 Einheiten) statt.

Termine bitte anfragen!

 

 

Kulturpunkt West (Ludwig-Winter-Str. 4, 38120 Braunschweig)

 



 

 

Interesse an einer Schnupperstunde? Dann kontaktieren Sie mich - ich freu mich auf Ihren Besuch! Kontakt

nach Absprache helga_t@web.de

 

 

 

Jeder, der die chinesische Malerei erlernen will, kann ohne Vorkenntnisse am Kurs teilnehmen. Einzige Voraussetzung ist Spaß am Malen und die Neugier, eine neue Technik kennen zu lernen. In dem Kurs werden die Grundlagen vermittelt. Sie erlernen die Technik und den Bildaufbau sowie das Malen der vier Edlen:  Bambus, Pflaumenblüten, Chrysanthemen und Orchideen. Wir malen auf Reispapier mit Bambuspinseln und Tusche. Beim ersten Abend bitte mitbringen:Wasserglas, Unterteller und ein saugfähiges glattes Baumwolltuch als Malunterlage, ca. 40 x 60 cm.  Das weitere Malmaterial wird im Unterricht besprochen und kann ggf. direkt erworben werden.  Am Kurs können Anfänger und Fortgeschrittene teilnehmen.  



Die Chinesische Tuschemalerei – Sumie-E  



- Selbstversenkung und Suche nach Balance -



Zwischen der europäischen und der fernöstlichen Malerei bestehen nicht nur äußerliche, also sichtbare Unterschiede, sondern auch kulturelle Eigenarten. Die klassische abendländische Malerei will die Welt und die Gegenstände so realistisch wie möglich darstellen, sie braucht einen exakten Bildaufbau, Licht und Schatten und vor allen Dingen Farbe. 

Bei der Tuschemalerei hingegen steht nicht die wirklichkeitsgetreue Abbildung im Vordergrund, sondern die Wiedergabe der Wahrnehmung des Malers. Sie möchte das nur Wesentliche darstellen. Der chinesische Künstler ist insofern Impressionist, als er sich frei fühlt, gegenständliche Gebilde, die für seine Idee unwesentlich sind, wegzulassen. Der „weiße Raum“ im Bild spielt eine übergeordnete Rolle. Er ist ein wesentlicher Bestandteil des Bildes. Die weißen Flächen werden Leben bekommen und Tiefe bilden, wenn der Künstler selbst mit dem Gegenstand und der Technik verschmilzt und eine Form schafft.  

Die Tuschemalerei hat ihren Ursprung in der Kalligraphie, daher ist die schwarze Tusche vorrangig. In früheren Zeiten haben nur Gelehrte und Kaiser die Malerei ausgeführt. Gedichte auf den Bildern erhöhten die Ausdruckskraft und den Wert. Die Malerei umfasst all die Schönheit und Philosophie Chinas. Die von dem berühmten Maler Hsih Ho vor eintausendvierhundert Jahren festgelegten Richtlinien in Ausdrucksform, Komposition und Maltechnik werden bis zum heutigen Tage begeistert befolgt. Die fernöstliche Tuschemalerei erlaubt ein Einswerden mit der Linie. Ähnlich wie bei Musizieren übt der Künstler auf seinem Instrument, dem Pinsel, der die Farbe wie Töne auf das Papier entlässt. Mit wenigen Mitteln, nur Tusche, Papier oder Seide, will der Künstler ausdrucksstarke Bilder gestalten. Ziel ist es stets, das Wesen der Natur einzufangen und auf  Nebensächlichkeiten zu verzichten.

Wer kennt nicht die Tusche-Darstellungsbereiche Landschaft, Pflanzenwerk, Blumen und Vögel, sogar monochrom eine ästhetische Freude, in ihren idealisierten Formen und szenischen  Abläufen mit uns Betrachtern fremd bleibenden Symbolgehalten. 

Die Darstellung eines Pflaumenblütenzweiges z.B. steht  für Kraft und Stärke und Bambus für Lebensenergie und die Chrysantheme stellt eine weise, gelehrte Person dar.